... oder, meine Lebensgeschichte - Slogan
 
 
Vollmond
Musik und Gesang: Astrid Kühl, Text: Siegfried Kopf
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Liebesgeschichten
Und es gibt eine Fortsetzung ...
 
 
 
 
 
Einsamkeit ist Grausamkeit
oder: Der letzte Tag einer Ehe   ©Siegfried Kopf
 
Zeichnung: "advent"
Karolina Marsula
 
 
 
 
 
Dienstag, 23. März - drei Tage nach Frühlingsanfang und fünf Tage nach dem letzten Telefongespräch mit meiner Liebe ...
 
Meine Sehnsucht war heute wieder stärker als das Wissen um das, was kommen wird, wenn ich ihre Stimme höre - ihre Stimme! Und nicht das, was sie sagen wird - es tut immer nur weh, so oder so - lieb, zärtlich, umsorgt oder einfach nur eiskalt ...
 
Das, was die Schreibmaschine gerade mit mir macht - sie spielt irgendwie verrückt, fordert mich heraus, den Machtkampf zu führen ...
 
Bin zurzeit sehr streitbar - all meinen Frust lasse ich an Menschen aus, die dafür eigentlich nichts können; gegen Menschen, die ich sehr gerne mag ...
 
Ich weiß nicht, auf welcher Ebene ich heute, hier und jetzt, stehe - aber diese Ebene gefällt mir ganz und gar nicht, obwohl sie mich provoziert, etwas anzupacken, was schon längst hätte angepackt werden sollen ...
 
Ich habe so schöne Gedanken, trage sie in mir, lebe mit ihnen - doch immer wieder, wenn ich das Gefühl habe, es kann's wieder sein, geht wieder etwas kaputt - was ist das?
Vor welcher Aufgabe stehe ich, vor welcher Herausforderung? Ich liebe, und das ehrlich - ich lebe, und das ehrlich - und um meinen Alltag zu bestehen, bin ich manchmal mir gegenüber, meinem Gewissen gegenüber, unehrlich - das ist nicht gut! Und so findet der Teufel auch für mich immer wieder einen Weg, für den ich ohne Widerspruch selber verantwortlich bin ...
 
Die Stimme heute am Telefon, diese Stimme dieser Frau, die sich von mir scheiden lassen will - jeder, der sie vernommen hätte, wäre ihr erlegen ...
 
Habe ich schon wieder einen Fehler gemacht? Egal, einen Moment Schönheit habe ich so gelebt - sie kann mehr sein, als ein Mensch sich erträumen kann - und das war nicht Tagesordnung, es war immer dann, wenn du damit nicht gerechnet hast ...
 
Wie kann ich ihr böse sein, dieser Schönheit, welche ich nicht mit irgendwelchen Metaphern beschreiben will: Schönheit! Das ist ihr Wesen - und doch hat sie mich so oft schon über den Rand meiner Selbstbeherrschung gebracht - ich hab's oft provoziert und ihr damit den Weg in ihre heutige Selbstständigkeit aufgebrochen ...
 
Wenn ich ehrlich bin - ich kann es auch nur schreiben, weil sie nicht in meiner Nähe ist - wenn ich ehrlich bin, bin ich glücklich und zufrieden, dass sie mich so viele Jahre treu und ehrlich begleitet hat: die Liebe, die Zärtlichkeit, die Kinder, die Ideen, die "Heutung", die Trennung, der bevorstehende Neuanfang - wie auch immer ...
 
Aber sie und ich allein, oder gemeinsam, oder in einer ganz anderen Konstellation, haben noch viele Ideen im Kopf - wir wollen - jeder für sich - noch etwas in unserem Leben bewegen ...
 
Trinke mitten in der Nacht Kaffee - besser so, genug Bier hatte ich heute schon ohne einen Pfennig Geld in der Tasche - aber wie ich heute schon zu meiner Freundin Kathrin spontan sagte am Tresen dieser unsäglichen Vergangenheit und Gegenwart: "Der Teufel findet immer einen Weg" - es waren nur Begegnungen oder meine Art, Menschen für meinen Willen vereinnahmen zu könnnen ...
 
Manchmal hasse ich mich selber dafür!
 
Warum kann ich meine Schönheit nicht leben? - Ein Moment des Hochgefühls und dann zerstöre ich es wieder: Ein Blick reicht, ein Wort reicht, sogar mein Schweigen auf diese ganz besondere Art, die niemand ertragen kann ...
 
... würde gerne mit dir reden, aber wie kann ich das, wenn ich mir zurzeit selber aus dem Weg gehe ...
 
Habe mal für Töchterchen ein besonderes Gedicht geschrieben, und wenn ich das heute betrachte, ist es wohl eher für dich geschrieben - sie werde ich nie verlieren, aber dich habe ich verloren ...
 
Wenn ich dich wiedersehe, Liebste, möchte ich dich einfach in den Arm nehmen - Stummfilm! - Liebe dich! Und habe doch so viel Angst vor der nächsten Begegnung ...
 
 
 
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